Im 1. Weltkrieg kam der Bauer Claus Bargsten vom Doosthof in den Krieg nach Frankreich. Claus und seine Familie waren evangelisch, wie fast alle in Norddeutschland.
Der Doosthof bestand damals aus 6 Bauernhöfen und zählte etwa 50 Einwohner.
Im Krieg lernte Claus den Bauern Wilhelm Krause aus Bulgrin (Pommern) kennen. Wilhelm war neuapostolisch und brachte Claus Zeugnis von seinem Glauben. Claus war so begeistert, dass er während eines Heimaturlaubs 1917 nach Hamburg zum Gottesdienst fuhr und dort von Apostel Güldenpfennig versiegelt wurde. Nach dem Krieg besuchte er die Gottesdienste in Buxtehude bis 1920 in Harsefeld eine Gemeinde gegründet wurde, zu denen auch damals schon einige Doosthofer gehörten. Im Jahr 1921 brannte das Wohnhaus von Claus Bargsten nach einem Blitzschlag ab. Es wurde neu gebaut und im Obergeschoss wurde ein größerer Raum als Kirchenlokal erstellt. Die Gemeinde zählte inzwischen 28 Geschwister. Die Gründung der Gemeinde erfolgte am 12. August 1922. Der Raum im Neubau diente der Gemeinde bis 1949 als Gottesdienstlokal, er wird heute nur noch als Wohnzimmer genutzt. In den dreißiger Jahren zählte die Gemeinde schon über 100 Mitglieder, die alle vom Doosthof und den umliegenden Dörfern stammten. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wuchs die Gemeinde durch Heimatvertriebene auf über 200 Personen an, wodurch der vorhandene Gottesdienstraum längst zu klein geworden war. Von der Kirchenleitung wurde beschlossen, auf dem Doosthof ein neues Kirchengebäude zu erstellen. Die Mauerziegel wurden von der im Krieg zerbombten Kirche Hamburg- Borgfelde geborgen und gereinigt, mit der Bahn bis nach Bargstedt gebracht und dann mit Pferdefuhrwerken zur Baustelle auf dem Doosthof transportiert. Am 30. Juli 1949 besuchte Stammapostel Bischoff den Doosthof und hielt im Rohbau eine Andacht. Am 9. Oktober 1949 wurde die Kirche durch Bezirksapostel Weinmann eingeweiht. Die Gemeinde zählte zu diesem Zeitpunkt 218 Geschwister.
Durch den wirtschaftlichen Aufschwung gab es in West- und Süddeutschland neue Arbeitsplätze, woraufhin etliche der Geschwister dorthin zogen. Der Mitgliederbestand auf dem Doosthof verringerte sich dadurch auf etwa 150 Personen.
Neuapostolische Kirche